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Brunos Buch vom Sächsischen Kriege
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Gespräch der Fürsten im Knufunger Wald.

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ließen. Sie schickten daher Bote» an unsere Fürsten, sie um eine iosi.besondere Unterhandlung zu ersuchen, und Zeit und Ort festzu-setzen, wo von beiden Seiten ausgewählte Fürsten zusammen kom-men möchte», um über das gemeine Beste zu verhandeln. Sie Mr.kamen aber zusammen jenseit der Weser, in dem Walde, welchenman den Kaufunger Wald heißt, weil er zu der Burg Kaufungengehört. Dahin also kamen von jener Seite die Bischöfe von Köln',Triers Babenbergs, Speier' und Utrecht"; von unserer Seite dievon Mainz", Magdeburg', Salzburg", Paderborn" und Hildes-Heim'". Jene verlangten eine geheime Verhandlung mit den Für-sten allein, aber die Unsrigen wollten keine Rede mit ihnen wech-seln, die nicht alle anwesende, Vornehme und Geringe, hören dürf-ten. Auch nachdem sie schon Platz genommen hatten, saß manlange Zeit auf beiden Seiten stillschweigend da, weil die Unsrigen,die nur der Aufforderung jener gefolgt waren, ihre Anträge er-warteten; sie aber wollten ebenfalls den Schein haben, als ob siedie Unsrigen nicht eingeladen hätten, sondern auf ihre Bitte er-schienen wären, und hörten hin, was unsere Vertreter fordernwürden. Endlich brachen die Unfern das Stillschweigen, und ba-ten den Erzbischof Gcvehard von Salzburg, für alle das Wort zunehmen. Der erhob sich, und wie er ein in allen Stücken ein-sichtiger und ehrbarer Mann war, der seinem ehrenvollem Amteselbst nicht wenig Ehre machte, so ergoß er mit bescheidener Mieneund mäßiger Stimme seines weisen und frommen Herzens verstän-dige Meinung".

1) Sigewin. 2) Egilbert. 3) Rupert. 4) Huzmann. 5) Konrad, früherKämmerer des Erzbischofs von Mainz, war 1076 auf Wilhelm gefolgt, und ist am 13. April1099 ermordet worden. 6) Sigefrid. 7) Hardwig. 6) Gevehard oder Gebhard,aus vornehmem schwäbischem Geschlecht, vor seiner Erhebung zum Erzbischof (1060) könig-licher Kanzler, aber eifrig päpstlich gesinnt, und deshalb seit 1077 flüchtig. 9) Poppo,früher Propst der Babenberger Kirche. 10) Udo, aus dem Gcschlechte der Grafen vonReinhausen. 11) Die folgende Rede geht, in Nebereinstimmung mit Brunos ganzerDarstellung, viel zu sehr von dem einseitig sächsischen Standpunkte aus, als daß wir darinGebhards Worte erkennen könnten. Er schrieb in demselben Jahre einen Brief an Her-mann von Metz, welcher sich mit seinen Zweifeln (oben S. 80) auch an ihn gewandt hatte,und erwähnt darin dieser Zusammenkunft, und daß man ihnen rechtliches Gehör verweigerthübe. Die ausführliche Erörterung in diesem Briefe hat aber mit der vorliegenden RedeWenig Ähnlichkeit.