Brunos Sachsenkrieg. Kap. 125—126,
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En. Heer, und zogen ihm entgegen, um ihr Land mit starker Hand zuVertheidigen. Als jener das vernahm, schwand ihm eine großeHoffnung, denn er hatte gehofft die Sachsen, während sie ohneFührer waren, mit leichter Mühe besiegen zu können. So entließer denn sein Heer, und seine» Anschlag ändernd, sandte er eineBotschaft an die Sachsen, da sie doch nicht ganz ohne König lebenwollten, möchten sie seinen Sohn zum König wählen, und dannwolle er ihnen schwören, das Sachsenland niemals zu betreten.Auf diese Botschaft erwiederte Herzog Otto, wie cs denn seineGewohnheit war, sehr ernsthafte Dinge manchmal in scherzhafterWeise mit der Decke eines Witzwortes zu verhülle», und sprach:„Schon oft habe ich gesehen, daß von einem schlechten Rinde einschlechtes Kalb fällt, unv daher trage ich weder nach dem Sohnenoch nach dem Vater Verlangen."
126. Nach der Feier des nächsten Weihnachtsfestes, mit wel-chem das 1081 ste Jahr nach der Menschwerdung des Herrn be-gann, rüstete sich Heinrich der Exkönig, nach Italien zu ziehen,um endlich einmal nach langer Anstrengung seine Absichten zuEnde zu führen. Er gedachte nämlich, entweder den Herrn PapstGregor dahin zu bringen, daß er durch heuchlerische Demüihiguugbesänftigt oder durch frevelhafte Gewalt gezwungen ihm die Fesselndes Bannes abnähme, oder lieber noch Gregor mit Gewalt vondem Stuhle der päpstlichen Würde zu verjagen, Wipert von Ra-venna', der schon seit drei Jahren mit vollem Rechte im Bannewar, auf den päpstlichen Thron zu setzen, und dann mit vollerFreiheit alles zu thun, was ihn in seiner tyrannischen Willkürgelüstete, da ihm dann für jedes Begehre» die Gunst des aposto-lischen Stuhles sicher wäre. Seine Vertrauten aber hielten es fürzu gefährlich, ihre Grenzen dem Angriff der Sachsen bloß zu stel-len, welche durch die eben geschlagene Schlacht erbittert waren;denn nicht im mindesten bezweifelten sie, daß diese cintreffen wür-den, wenn sie nach Italien zögen, und ihr Land ohne Kriegsvolk
t) Einst unter Erzbischof Anno Kanzler, bann Erzbischof von Ravenna, und am 25. Juni1VM zu Briren zum Papst erwählt.