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[1] (1796)
Entstehung
Seite
105
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kann, so wäre das nur zu erklären dadurch, dafs all©freie Wesen eine solche Verfahrungsweiäe sich selbstfreiwillig zürn Gesetze gemacht hätten.

(Der jezt aufgestellte Saz ist nichts weiter als dasUrtlieil des über die' Möglichkeit einer Gemeinschaftfreier Wesen reflektirenden Philosophen, |und sollnichts weiter seyn , noch bedeuten. Wenn freie We-sen als' solche beisammenstehen sollen, so läfst sichdies nur auf die angezeigte Weise denken; dieses isterweifslich, und ist zur Gnüge erwiesen. Ob sie bei-sammenstehen sollen, und ob die 'Bedingung derMöglichkeit dieses Beisammenstehens, das Gesez,Statt finde; oder wer es etwa sey, der Eins und dasAndere wolle, davon ist nicht die B.ede. Wirkönnen vor der Hand über den Gesezgeber nur sovielsasren. Die Natur ist es , welche mehrere vernünftigeund freie Wesen nebeneinander, in der .Sinnenwelt,wollte, indem sic mehrere der Ausbildung zur Ver-nunft und Freiheit fähige Leiber producirte. Es wirdnicht gesagt: die Natur hat Verstand und Willen,

darüber bescheidet man sich seiner Unwissenheit; son-dern nur: wenn man ihr etwa bei ihren VerrichtungenVerstand und. Willen zuschriebe , so könnte ihr Plankein anderer seyn, als der, das freie Wesen nebeneinander bestehen sollen. Sie wäre es daher, welchewollte, dafs die Freiheit jedes Einzelnen beschränktsey, durch die Möglichkeit der Freiheit aller übrigen.D,a sie aber alle überhaupt Jfrei will , so will sie, dafssie dieses Gesez freiwillig sich selbst auilegen. Dafses ein Gesez für die Freiheit, keinesweges aber einesihrer mechanischen Gesetze sey. Was sie denn doch

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