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wisse Wesen so behandeln, dafs ich wollen kann, dalssie umgekehrt mich nach der gleichen Maxime behan-deln. Aber ich handle doch alle Tage auf Thiere, undleblose Gegenstände, ohne die aufgegebne Frage-auchnur- im Ernste aufzuwerfen. Nun säet man mir : es
versteht sich , dafs nur von Wesen, die der Vorstel-lung von Gesetzen fähig sind, also-von vernünftigenWesen, die Rede sey; und ich habe zwar statt deseinen unbestimmten Begriffs einen andern, aber kei-nesweges eine Antwort auf meine Frage. Denn, wiewelfs ich denn, welches bestimmte Objekt ein vernünf-tiges Wesen sey; ob etwa nur dem weissen Europäer,oder auch dem schwarzen Neger, oh nur dem erwach-senen Menschen, oder auch dem Kinde der Schutz je-ner Gesezgebung zukomme, und ob er nicht etwaauch dem treuen Haustliiere zukommen möchte. So-lange diese Frage nicht beantwortet ist, hat , v hei al-ler seiner Vortrefflichkeit, jenes Princip keine An-wendbarkeit und Realität.
Die Natur hat diese Frage längst entschieden.Es ist wohl kein Mensch , der bei der ersten Erbli-ckung eines Menschen , ohne weiteres , die Flucht neh-me , wie vor einem reissenden Thiere, oder Anstaltmache ihn zu tödten , und zu-verspeisen , wie einWild; der nicht vielmehr sogleich auf wechselseitigeMittheilung rechnete. Dies ist so, nicht durch Ge-wohnheit und Unterricht, sondern durch Natur undVernunft, und wir haben so eben das Gesez abgelei.tet, nach welchem es so ist.
Nur wolle man ja nicht — welches nur für we-nige erinnert wird— glauben, dafs der Mensch erst
jenes