20
samkeit ist (lurch ein vorhergegängeries Begreifen des»selben bedingt. Also ist jeder mögliche Moment desBewufstseyns , durch einen .vorhergehenden Momentdesselben , bedingt, und das Bewufstseyn wird inder Erklärung seiner Möglichkeit schon als wirklichvorausgesezt. Es läfst sich nur durch einen Cirkelerklären; es läfst sich sonach überhaupt nicht erklä-ren, und erscheint als unmöglich.
Die Aufgabe war, zu zeigen, wie das Selbst-bewufstseyn möglich sey. Wir liaben darauf geant-wortet: Das Selbstbewufstseyn ist möglich, wenn
das vernünftige Wesen in einem und demselben un-getlieilten Momente sich eine Wirksamkeit zuschrei-ben , und dieser Wirksamkeit etwas entgegensetzenkann. Man setze, dafs dies geschehe im Mo-mente Z.
Jezt wird weiter gefragt, unter welcher Be-dingung dies so eben geforderte möglich sey; undda ist denn sogleich klar, dafs die zu setzendeWirksamkeit, nur in Beziehung auf irgend ein be-stimmtes Objekt A., auf welches sie gehe, geseztwerden kann. Man rnufs nicht sagen, es könne jaetwa eine Wirksamkeit überhaupt , eine blos mögli-che Wirksamkeit gesezt werden; denn das wäre einunbestimmtes Denken, und das Argumentiren ausA ovaussetzungen überhaupt möge doch nunmehro derPhilosophie genug geschadet haben. Fine blos mög-liche Wirksamkeit, oder eine Wirksamkeit überhauptwird gesezt lediglich durch Abstraktion von einer ge-wissen , oder von aller wirklichen; aber ehe von et-was abstrahirt werden kann, ..muis es gesezt seyn,
und