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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
413
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die Finanzen seines Landes darunter kitten. Er schau«derke nicht vor dem Anblicke der Elenden zurück, ließsich von Aussätzigen berühren, berührte sie selbst, undküßte ihnen die Hände. Es war ihm nicht genug, die Dürfttigen durch seine Leute bedienen zu lassen; er selbst unterzogsich bisweilen diesem Geschafft, und setzte ihnenEssen- Trin-ken und Wasser zum Waschen der Hände und Füße vor.

Nachdem das Concilium geendigt, und an dieKönige von Spanien, Engelland, Frankreich, Däri-nemark, Böhmen, Ungarn Gesandte abgegangen wa-ren, schickte Friedrich auch drey Abgeordnete an dengriechischen Kaiser Manuel, nemlich den Herzog Hein-rich von Kärnthen, den Notanus Heinrich, und einengewissen Neimer, Sohn des venetianischen Doge, Pe-trus Polanuö. Die Absicht ihrer Gesandtschaft sollein Gesuch des constantinopolitanischen Hofes wegender fünf Seestädte Apuliens, und geheime Bersch«schlagungen gegen Wilhelm von Sicilien betroffen haben.

Die ganze Lombardey war nun zwey Jahre nacheinander ein immerwährender Schauplatz des Kriegesgewesen, durch den sowohl Freunde als Feinde gelittenhakten. Sie war dadurch so mitgenommen, daß Frie-drich es für zuträglich fand, ihr wieder einige Ruhe zugönnen, um neue Kräfte zu gewinnen, und im Standzu seyn, bey einem künftigen Feldzug seine Armee bessermit Lebensmitteln zu unterstützen..

Dieser Umstand nöthigte den Kaiser, sein Heöraus einandergehen zu lassen. Er berief also die Fürstenund edelsten der Ritter zu sich, dankte ihnen für ihrenEifer und Treue, die sie in seinem Dienste bewiesen,lobte eines jeden Tapferkeit, versprach ihnen, sie nachVerdiensten zu belohnen, nannte auch jeden besonders,der sich durch eine vorzügliche Handlung ausgezeichnethatte, und beschenkte sie mit allerhand Kostbarkeiten,worauf die mchresten nach Hause gicngen; nur wenigeblieben mit dem Kaiser in Italien zurück.

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