fen auffordere, dem Schluß des Concilii beyzutrecen,da außer dem Erzbischofs von Trier, den eine zugesto.ßene Schwachheit an der Reise verhindert hatte, er nurder einzige deutsche Prälat sey, der seine Zustimmungnoch nicht gegeben. Das folgende Schreiben des Prob«stes Heinrich von Berchtesgaden ist gleichen Inhalts.Unter andern heißt eö darinn: „Den zweyten Tag,nachdem Victor auf den päbstlichen Stuhl'gelangt war,«xeommunicirtc er seinen Gegner, und einige von des«sen Anhängern, nemlichdieBischöffevon Ostia und Por«to, weil sie sich erfrecht hatten, dem Roland die Weihezu geben: die Cardinäle Heinrich von Pisa, Johannvon Neapel, und JacinctuS: (Heinrich fiel deswegenin diese Strafe, weil auf sein Geheiß der CardinalRaimund geplündert und ermordet worden) ferner denProbst von Piacenza, weil er den Herrn Tusculan mitbewaffneter Hand angefallen, beraubt, und sehr gemiß-handelt hatte. Den König Wilhelm von Sicilien unddie Mayländer forderte er für die an den Kirchen unddem Reiche verübten Gewaltthätigkeiten zur Genug-thuung auf. Auf dem Concilium waren zugegen dieErzbischöffe von Maynz, Cöln, Magdeburg, Bremen,nebst mehreren ihrer Suffraganett, und der größteTheil der lombardischen Bischöffe. Der Herr Patriarchund einige andere stimmten dem Schluß der Kirchen-versammlung bey, weil dieß die Angelegenhetten desReichs so erforderten, jedoch mit Vorbehalt der Rech-te der römischen Kirche auf künftige Fälle.
Die Ursache, warum dem Erzbischofs von Salz-burg über die Verhandlungen des Conciliums so vieleBriefe geschrieben wurden, war, daß eine unter-wegeS ihm zugestoßene Unpäßlichkeit ihn verhinderthatte, selbst in Pavia zu erscheinen. Er war ein ehr,würdiger Greis, der als Theolog und als praktischerChrist jedermanns Achtung verdiente. Seine Freyge-bigkeit gegen Mönche, Pilger und Arme erstreckte sichß> weit, daß nicht bloß seine Schatulle, sondern auch