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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
411
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nalen, und diese uns verpflichtet." Außerdem ha-ben wir viele verdächtige Briefe aufgefangen.

Wir schrieben auf den Rath rechtgläubiger Per-sonen ein Concilium zu Pavia aus, wo die beyden so-genannten Päbste sich einfinden, und dem geistlichen,nicht weltlichen, Gericht sich unterwerfen sollten. Victorerschien,'weil er ein gutes Gewissen hatte; Roland hin-gegen wollte nicht kommen, weil der, der alle richtensollte/ wie er vorgab, keinen andern Richterspruch übetsich erkennen könne. Die Versammlung, zu der keinLaye gelassen ward, dauerte acht volle Tage. Nachlanger Ueberlegung , und Anrufung der Gnade des H.Geistes, erklärte di« Kirche Gottes den Kanzler Rolandfür einen Friedensstörer und Schismatiker; den HerrnVictor aber bestätigte sie in der bischöfflichen Würde.Jenem konnte man eine schändliche, Gott und der Kir-che gehässige, Verschwörung durch die offenbarsten Be-weise zur Last legen: an diesem aber war nichts ver-werfliches zu finden, es müßte dann der einzige Umstandscyn, daß die Zahl der Cardinäle, welche ihn, um denFrieden zwischen der geistlichen und weltlichen Macht zubewerkstelligen, erwählt haben, die geringere war. Wirbestätigen nun den Victor in seiner erlangten Würde,ernennen ihn mit Gottes Willen für den künftigen Va-ter und Regierer der ganzen Kirche, und wünschen,daß ihr uns, zum Wohl der Kirche rmd des Staats,hierin beypflichten möget.

Allgemeines Reskript/ das vor den Vorste»Hern der Synode in alle Lander erlas-fen worden.

Enthält eine nochmalige Recapitulatron aller schon vor-hin erwähnter Auftritte: folglich nichts Neues. Ebenw auch der Brief des BischoffS von Bamberg an Eber-hard, Erzbischofs von Salzburg, in welchem jener die-sen