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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
402
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genwartigen sind, zukommt, (denn Constantin, Theo-dos, Iustiniüu, und unter.den Neuern, Carl derGroße und Otto haben es ausgeübt) so überlasse ich eseuch doch gänzlich, in einer so wichtigen Sache zu ent-scheiden. Denn Gott hat euch zu Bischöffen eingesetzt,und euch die Macht ertheilt, über uns zu urtheilen.Weil wir nun nicht berechtigt sind, in geistlichen Din-gen über euch zu urtheilen, so müßt ihr euch jetzt alsMänner beweisen, deren Urtheil wir als den Aus-spruch der Gottheit ansehen können."

Mit diese!, Worten entfernte er sich aus der Ver-sammlung , in der sich ohngefähr fünfzig Erzbischöffeund Bischöffe, und eine fast unzählige Menge Aebteund Pröbste befand. Ausserdem waren noch verschie-dene Gesandte auswärtiger Machte da, welche sich derEntscheidung des Conciliums zu unterwerfen versprachen.

Nach mehreren Sitzungen, welche sieben Tagelang dauerten erklärte endlich die Versammlung denOccavian, der auf geschehene Einladung sich gestellt,und seine Vertheidiger gefunden hatte, für den recht-mässigen Pabst; Roland aber, der sich halsstarrigerWeise geweigert hatte, vor ihr zu erscheinen, wurdeverworfen.

Wir müssen in dieser Geschichte den Leser nochmahlsersuchen, lediglich auf die Briefe zu bauen, welche wirals Urkunden aufstellen.

Schreiben der Domherren des H. Petrus zuRom, auf Seiten Victors.

Ihrem unüberwindlichsten und glorreichsten Herrn,Friedrich, Römischem Kaiser, und den ehrwürdi-gen in Christi Namen versammelten Vätern,wünschen die zu Rom befindlichen Brüder, dieDomherren der Kirche des H. Petrus, den ge-genwärtigen Rath des Erzengels und die trö-stende Gnade des Heiligen Geistes.