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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
401
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via war wie ein Tempel mit verschiedenen Zierrathenausgeschmückt, und duftete von wohlriechenden Spe-zereyen. Kaum konnte er durch den ungeheuren Hau-fen bis in die Kirche gelangen, in der er, ehe er dasdas Schloß betrat, dem allmächtigen Gott seine Ge-lübde entrichtete. Das Concilium wurde nun auf denTag der Reinigung Maria angeseht.

Das kayserliche Circular - Schreiben über dieEroberung oder vielmehr Zerstöhrung von Crema, lau-tete also:

Friedrich von Gottes Gnaden römischer

Kaiser, steter Vermehrer des Reichs.

Ihr wißt, wie wir glauben, daß ein so großesGeschenk der göttlichen Gnade, welches uns, zumPreis und Ruhm des Namens Christi ertheilt worden,auch nicht verhehlt werden kann Wir khun es euchalso hiemit kund, damit ihr als unsre Geliebtesten undGetreuen an der Ehr und Freude Theil nehmen möget.Denn Tag nach Pauli Bekehrung hat uns Gott denvollkommensten Steg über Crema gewahrt, der soehrenvoll für uns ausfiel, daß der unterjochte Theilnur unsrer Huld und Gnade sein Leben zu verdankenhat, welches wir ihm deswegen ließen, weil nachgöttlichen und menschlichen Gesehen, die Pflicht einesFürsten es also sodsrt.,,

Nachdem sich endlich das Concilium versammelthatte, ermahnte der Kaiser alle Anwesende die Sacheder katholischen Kirche durch Fasten und Beten Gottangelegentlich zu empfehlen und er selbst flehte m Ver-einigung mir dem Volke die Fürsprache aller Heingenan. In der Versammlung selbst redete er die Bi-schösse folgender maßen an:

Ob ich gleich weiß daß uns, als römischem Kai-ser, das Recht, Kirchenversammlungen zu berufen,besonders unter so bedenklichen Umständen, als die ge-Denkwürdige. II. B. Ce M-