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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
391
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sollt«. Ueberdem forderten sie den anwesenden Bischöf-feneine eydliche Versicherung ab, daß sie keinen, derohne ihre Zustimmung gewählt würde, cinweihenwollten.

Nach Adrians Tode entstand erst ein großerStreit, ob man seinen Körper zu Anagni lassen,oder nach Rom führen solle. Das letztere geschah.Nun machten wir unter einander folgenden Vergleich,der auch schriftlich aufgesetzt ward. „ Im 'Namen des„Herrn. Amen. Die Bifchöffe, Presbytcri, Diacone,„Cardinäle der heiligen Römischen Kirche, haben„einander zugesagt, daß sie bcy der Wahl eines neuen„PabsteS nach der Gewohnheit dieser Kirche verfahren„wollen, welche darinn besteht, daß sie einige aus ihrer„Mitte dazu bestimmen, den Willen eines jeden zu ver-nehmen, ihn sorgfältig zu untersuchen, und getreu«„lich anzumerken. Sollte eö nun Gott gefallen, uns„über die Wahl vereinigen zu können, so istö gur; wi-drigenfalls soll es keinem erlaubt seyn, ohne allgemei-ne Bewilligung in der Sache einen Schritt weiter„zn wagen : und so wollen wir es denn sonder Trug„und Arglist gehalten wissen."

Nachdem wir nun diesen Vergleich getroffen undden entseelten Körper Adrians zur Erde bestattet hatten,schritten wir zur neuen Pabstwahl, und ernannten diePersonen, welche unsre Stimmen einsammlen sollten.Aber die Gegenparthey hemmte den Gang der Geschäf-te, bis es endlich am Schluß des dritten Tages so wcirkam, daß vierzehn Cardinäle, die sich zusammen ver-schworen hatten, auf den Kanzler Roland stimmten;wir übrigen, neun an der Zahl, erwählten unfern ehr-würdigen Bruder, den Cardinal Octavian, einen ehr-baren gotteöfürchcigen Mann, in dem festen Vertrauen,

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