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die Bache auf dem Felde vom Blut der Erschlagenen
oder Verwundeten gefärbt worden seyn. ^
Dt
Dieser Trotz, mit dem ein Besiegter beynaheschon zu Grunde gerichteter Feind noch Ausfälle zu ^rhun sich erkühnte, reizte den Umwillen des Kaisers.
Schon vorher hatten sie alles, und zwar nicht ohne Er-folg, versucht, um den Belagerern allen möglichenAbbruch zu thun: und jetzt, da man glauben sollte, ihr kr"stolzer Sinn habe sich gelegt, prahlten sie noch mit ih-ren H Identhaten. Es warein trauriger Anblick, wenn ^
man sah, wie die Unsrigen mit den Köpfen der Er- ^
schlagenen wie mit Bällen spielten, sie aus der rechten di
in die linke Hand warfen, und sich gleichsam damit be- k
lustigten; und wie dagegen die Ctemenser, um ei» ähn-liches Gegenstück zu liefern, ihre Kriegsgefaugene auf Wder Mauer ohne Barmherzigkeit in Stücke zerhackten.
Es kam endlich so weit, daß Friedrich den Befehl gab,die gefangenen Cremenser im Angesicht der Stadt auf-zuhängen. Allein diese Racke half nichts, sie bewirkte ge
vielmehr, daß man in der Stadt an den Gefangenen U
von kaiserlicher Seite eine ähnliche Rache nahm. Gott! M
ries Friedrich aus, geht eure Verwegenheit so weit, daß m
ihr euch als elende Sclaven noch mit dem Sieger mes, M
sen wollt. Unsre Nachsicht habt ihr zum schändlichsten M
Frevel gemißbraucht. Wir haben euch lange genugverschont, haben uns eurer Gefangenen erbarmt, unser Hgjgegebenes Wort beständig gehalten, den mordlustiacnSoldaten gehindert, wenn er würgen wollte, und sind ^ungern zur Belagerung geschritten. Dieß alles könntihr so schnöde verschmähen. Nun so mag auch über ^euch, eure Kinder und Enkel Verderben und Untergang ^kommen Ihr dürft euch nicht mehr meiner Schonung ^gekröstcn, da ihr euch selbst nicht schonen wollt." ^
bi»
Nach