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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
379
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in dev Kirche des H. Petrus in Gegenwart des-Ekerns,Senats und römischen Volks zur Erde bestattet. Diekaiserlichen Gesandten befanden sich damals noch inRom. Ueber die neue Pabstwahl entstanden jetzt un-ter den Cardinälen zwey Parteyen, die statt Eines Pab-stes deren zwey erwählten, nemlich den Cardinal Ocla-vian, dem sie den Namen Victor, und den CardinalRoland, Canzler des römischen Hofes, dem siedenNamen Alexander beylegten. Um aber eine so wichti-ge Begebenheit in ungetrenntem Zusammenhang zulassen, will ich vorher noch einige Kriegövorsälle er-zählen.

Mangel aus KbenSmitteln nöthigte den Kaiser,seine Armee aus dem mayländischen Gebiete, das erschon zum Theil verwüstet hatte, hinwegzuführen, undmit vereinton Macht Crcma anzugreisen, das schonlängst von den Kaiserlichen bedrängt worden war, abersich noch immer tapfer gewehrt hatte. Die Erschei-nung deö gestimmten feindlichen Heeres erfüllte zwardie Belagerten mit ungemeinem Schrecken, schlug aberdoch ihren Muth nicht so sehr danieder,, daß sie nichtnoch manche Beweise ihrer Verwegenheit gegebenhätten.

Eines Tages verließ Friedrich das Lager, um beyseiner Gemahlin in dem nah gelegenen Schlosse Som-baßan einen Besuch abzustatten. Die Cremensererfuhren es, brachen mit ehngesähr sechshundert Reu-tern zu dem Thors hinaus, vor dem die kaiserliche Edel-wache stand, und lieferten eines der blutigsten Treffen,das die Unsrigen bey aller Anstrengung nicht gewinnenkonnten. Es war ein beständiges Metzeln, dem erstdie einbrechende Nacht ein Ende machte, wo sich bey--de Theile trennten, ohne daß einer den andern zumWeichen vermocht hätte. Der Erzählung nach sollen