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sondern übte sich, wie es unter den Sachsen Sitte ist,'im Reiten, Lanzenwerfen und Laufen; und so sehrer auch alle an Ruhm übertraf, so sehr wurde er dochvon aller» geliebt. Er befliß sich oller der Tugenden,die ihn zu einem rechtschaffenen Mann machten, ohnecö scheinen zu wollen. Sein Werth lag nicht auf derZunge, mit der er sich etwa selbst Lobeserhebungengemacht hakte, sondern seine Thaten müssen für ihnsprechen. Er erhielt, wie oben erzählt worden, vomKaiser das Herzogthum Bayern, inachte sich mit deinZustand und den Sitten seiner Unthanen bekannt, undbrachte es in kurzer Zeit durch unabläßige Bemühungendahin, daß in ganz Böhmen der Landfriede zu Standskam, und er von Gutgesinnten eben so sehr geliebt,als von Uebelgesinnten gefürchtet wurde» Seine An-wesenheit machte in Beobachtung der Gesetze keinenUnterschied; jeder scheute sich sie zu übertreten, um nichöin die Strafe zu verfallen, die der Fürst auch aus derEntfernung über ihn verhängen konnte. Seine Trup-pen kamen, bald nach ihrer Vereinigung mit den altengedienten Soldaten des Kaisers, diesen gleich. Nichtlange nach ihm kam des Kaisers Oheim, Fürst Guelfovon Sardinien, Herzog von Spoleto, und Marggrafvon Thuscien mit einem neuen Heere an. Diese bey-den, durch die Bande des Bluts so innigst verknüpf-ten Männer, zeichneten sich, jeder durch befondreTugenden, rühmlichst aus. An Guelfo bewunderteman die sanftem Tugenden der Menschenliebe, Frey-gebigkeit, und Versöhnlichkeit. An Heinrich hingegensah man mehr den festen Mann, der init Ernst undStandhaftigkeit dem Verbrecher auf den Nacken tritt.Jener opferte sich ganz seinen Freunden, mit Vernach-läßigung seines eigenen VorkheilS aus: er konnte nichts«bfchlagen, was würdig war, ein Geschenk zu seyn undstrebte nur nach Vergrößerung seiner Macht, und nach
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