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Diese so entschlossene Antwort des Kaisers brachtees endlich dahin, daß von päbstlicher Seite sechs Car-dinäle, und von kaiserlicher sechs einsichtsvolle gorrcs-fürchtige Bischöffe ernannt wurden, weiche den ganzenStreit untersuchen und entscheiden sollten. Aber auch! dieser Versuch mißlang, wie man aus folgendem Briefedes Kaisers an Eberhard, Erzbischof von Salzburg,ersehen kann.
,,Die Treue und Standhaftigkeit, welche du demReiche bisher immer erwiesen, muntern uns auf, dichmit der gegenwärtigen Lage der Sachen bekannt zu ma-chen , und uns deinen Rach auSzubitten. Es kamen. zu uns zwey päbstliche Legaten, in der Absicht, umzwischen uns und dem apostolischen Stuhl die bisheri-gen Mißhelligkeiten zu beendigen. Sie verlangten,daß die mir dem Pabst Eugen geschloßenen Traktatenjetzt wieder ihre Gültigkeit erlangen sollten. Wir ant-wortetcn darauf, daß wir zwar die Friedensbedingun»gen unverletzt gehalten hätten, jetzt aber uns nicht fer»ner an dieftlbigen binden würden, da der Pabst selbst sieübertreten, indem er sich ohne unsre Bewilligung mirdem Sicilianer ausgesöhnt. Doch, fügten wir hin-zu, erboten wir uns, uns einem Reichsspruche, derNach menschlichen oder göttlichen Gesetzen gefällt würde,zu unterwerfen, wenn der Pabst ein gleiches zu thunbereitwillig wäre; und nach dem Gutachten der Fürstenund der Geistlichkeit, aus Liebe zu Go» und der Kirche,jedes auch noch so harte Unheil gerne anzunehmen.Den Cardinälen gesiel unser Vorschlag. Weil sie aberkeine Vollmacht hatten, etwas darüber zu bestimmen,so ertheilten sie dem Pabste davon Nachricht. Alleindieser bestand auf Erneuerung der mit Eugen geschlos-senen Tractaren. Als wir jenen Vorschlag thacen,waren alle deutschen und longobardischen Bischöfe, Für-Dcnkwürdigk. U.B. Aa sten,