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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
366
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^Schreiben des Bischofs Eberhard von Bam-berg an den Erzbischof Eberhard vonSalzburg.

Ach weiß, heiligster Vater, - ihr einen liebevol-len Theil an meinen Arbeiten nehmt, meiner SeeleHeyl, und meinem Körper! Ruhe wünschet. Um euchaber zu zeigen , wie schwer das Loos sey , das mir ge-fallen ist, so bekenne ich euch, ich bin schon meinesLebens überdrüßig. Awey Lasten drücken mich gewal-tig darnieder; man führt mich, wohin ich nicht will,und ich weiß nicht, wie lange es noch dauern wird.Möchte mir doch euer und anderer Gläubigen Gebethelfen, daß ich von denen getrennt werde, welchenGott im Zorne geschworen hat; sie sollen nicht zumeiner Ruhe kommen. Ferner scheinen gefährlicheZeiten bevorzustehen, und ein Bruch zwischen demReich und dem geistlichen Oberhaupt ist nahe. DerPabst hat an den Kaiser die Cardinäle Qctavian undWilhelm gesandt, welche nach einem friedlichen Ein-gänge gewisse sehr harte Forderungen machten. DerKaiser, verlangten sie, solle ohne Wissen des Aposto-lischen Stuhls keine Gesandte an die Stadt Romschicken, weil die Gerichtsbarkeit über diese Stadtnebst allen Regalien dem H. Petrus angehöre. Vonden päbsilichcn Gütern dürfe der Kaiser nur dann Lie-ferungen verlangen, wenn er zur Krönung komme.Die italienischen Bischöfe sollen dem Kaiser nur denEyd der Treue leisten, ohne sich für seine Vasallenzu erklären: auch sollen die kaiserlichen Gesandten sichnicht in den bischöflichen Schlössern einquartieren.Jngleichen trugen sie auf WiederauSlicferung der zurrömischen Kirche gehörigen Besatzungen an , heischten

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