berg zurückgelassen, dessen Ausspruch sich alle unter«werfen mußten, welche in Prozeßsachen, oder in irgendeinem andern Anliegen kamen.
Eberhard war ein eben so gottesfürchtiger als ge-lehrter Mann, der nach den reinsten Grundsätzen han-delte. Sein ganz besonderer Eyfer für das Veste desReichs hatte ihn in vielen Ländern sehr berühmt ge-macht. Das Studium der H. Schrift und Theologiehatte für ihn so viel anziehendes, daß er mitten unterdem Gewirre des Krieges feine Erhohlung in demsel-ben suchte. Friedrich, der überhaupt den geistlichenStand mit ausgezeichneter Liebe und Achtung begeg-nete , bediente sich vorzüglich seines Raths, und theil-te mit ihm die Würde so wohl als die Bürde.
Der dritte oder vierte, den Mayländern ange--setzte, Termin war da. Sie sollten rechtskundige Män-ner, deren eS viele in ihrer Stadt gab, stellen; alleinNiemand erschien. Nun wurden sie als halsstarrigeRebellen und Feinde erklärt, ihre Güter zur Plünde-rung, und ihre Personen zur Sclaverey verdammt.
Bey der Versammlung, in der Friedrich dieStrafe für Empörung und Majestärsverbr- chen bestim-men ließ, waren auch die päbstlichen Legaten zugegen,nemlich die Cardinäle Octavian, Heinrich, Wilhelmvormahls Archidiaconus zu Pavia, und Guido, Dia-conuövon Crema. Die Ursache, warum sie und dieGesandten des Römischen Senats und Volks gekom-men waren, wird sich aus nachstehendem Briefe erge-ben.