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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
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ter und Herr! aus unverständiger Dreistigkeit zu, ausdie Gefahr zu achten, welche jetziger Zeit uns Schwa,chere bedroht. Schon ist aus dem Topfe, den derNordwind, wie der Prophet in einem Gesichte sah, ent-zündete, das Feuer in verborgenen Funken hcrvorge-brochen: aber noch zeigt sich, Gottlob! nur Rauchohne Flamme.

Der Streit zwischen euch, Herr! und euremSohn unserm Herrn, dem Kaiser, ist bis itzt nur nochbey Worten geblieben. Jedoch steht zu befürchten,daß ein Wort das andere geben, und sie durch ihr An-einanderreiben sich endlich erhitzen möchten, worausdenn leicht eine Flamme entstehen dürfte, die weit undbreit, (welches Gott verhüte) den weltlichen uno geist-lichen <Ltaat ergreifen könnte. Er selbst, euer Sohn,ist unser Herr: ihr aber styd, gleichwie Christus, Leh-rer und Herr. Niemand unter uns wagt es, hieroder da zu fragen, warum handelt, warum sprecht ihrso? Wir wünschen und erbitten nur das, was zumFrieden gehört. Dürften wir, ohne die Ehrfurcht zuverletzen, jedes Wort prüfen, und auf den Grund derHandlungen eines jeden Theils gehen, so würde das,meiner einfältigen Meynung nach, nichts taugen; dennman muß das Feuer ohne Verzug zu löschen suchen,statt lange zu forschen, an welcher Stelle wohl möch-te ausgebrochen seyn.

Ich weiß, daß ich von Dingen rede, die übermeinem Horizont sind, aber ich rede in der Einfalt mei-nes Herzens vor dem, der über alle erhaben ist, fürden es keine Geheimnisse giebt, und ich will euch, alsmeinem Vater und Herrn, noch mehr im Vertrauen sa-gen. Laßt alles weg, was nach den verschiedenen Kö-pfen auch verschiedene Deutungen bekommen kann,schreibt an euren Sohn, unfern Herrn den Kaiser, in

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