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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
356
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sondern ihr, die ihr die Schlüssel der Wissenschaft inHänden habt, kommt uns zuvor! kommt ungerufenund belehrt eure Söhne nicht mit Bitterkeit, sondernmit Miloe und Canftmuth! Gott sey denen gnädig,die Oel ins Feuer gießen, die zwischen Vater und Sohn,zwischen Reich und der Priesterschaft Uneinigkeit stis.ten. Ich bin ein Thor geworden, ihr habt mich dazugezwungen. Laßt Friedensmanner auftreten, die unsüberführen, daß wir unrecht haben. Der Herr gebe,daß die Briefe wieder in der üblichen Form geschrieben,und der traurige'Anfang zu einem frohen Ende ge-bracht werde. Als Euer Gesandte ankam, verließder Kaiser plötzlich, gewisser geheimen Geschäfte hal-ber, das Lager. Daher konnte weder ich einen bestimm-tem Entschluß, noch ihr eine promptere Antwort erhal-ten. Was für ein Mann er ist, wißt ihr. Er ist demgewogen, der ihm zugethan ist, und dem abgeneigt,der gegen ihn nicht gut gesinnt ist; denn auf die Kunst,seinen Feind zu lieben, versteht er sich noch zu wenig.

Eben desselben Schreiben an den römi-schen Pabst.

Schweigen' und Reden hat seine Zeit. Bey ei-ner allgemeinen Gefahr würde es nicht christlich, son-dem verzagt gehandelt seyn, nichts zu sprechen. Hiermüssen alle schreyen, zusammmlauftn, und Hülfe lei-sten. Laust der Feind gegen eine Stadt an, oder brichtFeuer in ihr aus, so ist es vorzüglich Pflicht der Wäch-ter, alle, welche in der Burg sind, selbst den Haus-vater zur Hülfe herbey zu rufen. In Betracht dieiermerner Psscht und besondem Schuldigkeit, die miraus mehreren Gründen obliegt, nef ich, wenn gleichder kleinste unter den Bischöffm, der kaum den Na-men eines Dischoffs verdient, euch, ehrwürdigster Va-ter