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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
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Zahl noch die Personen mit einander verwechselte. Al-lein jetzt ist alles umgeändert. Aber das Gold sollnicht verbleichen, die schönste Farbe nicht verschlechtert,die Steine des Heiligthums nicht auf den Straßen zer.streuet werden.

Die Aweichung von der heutigen Gewohnheit istnurl dadurch bewirkt worden, daß die schon erloschneFlamme durch den Wind eines Briefes wieder aus.geblasen wird, den der Pabst durch einen zerlumpten,heimtückischen, feindseligen Gesellen , welcher sich auchsogleich unsichtbar machte, dem Kaiser einhändigenließ, und worin er in harten, gleichsam gebieterischenAusdrücken, den Kaiser anhalken will, in dem Streitzwischen Brescia und.Bergamo keinen Ausspruch zuthun.

Dieß schreibe ich euch, nicht, um eine Sachezu bemänteln, die nicht braucht bemäntelt zu werden,sondern damit ihr und andre kluge, gottesfürchtigeMänner der Krankheit desto leichter abhelfen möget,da ihr jetzt ihren Grund eingesehen habt. Wir sagenund schreiben alltäglich: Kommt, kommt Wirwerden kommen, wir werden kommen. Nun sitzenwir da, (vergebt, mir, eure Heiligkeit, daß ich so spre-che) sitzen da, und gähnen. Wir warten, um mit je-nem Römer zu reden, bey Tage den Anbruch der Nacht,bey Nacht den Anbruch des Tages ab, und gerathenwissentlich ins Verderben. Ich gestehe euch, ich magkein trauriger Bote seyn, will nicht kommen, um un-angenehme Dinge zu hören oder zu berichten.

Wo ist di« Weisheit? wo die Klugheit im Staatsowohl als in der Kirche ? Möge doch Gott die vonuns trennen, deren Weisheit, wie es in der Bibel heißt,ganz verschlungen ist. Sagt uns nicht mehr, kommt!

Z 2 sondern