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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
349
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war. Friedrich hierüber aufgebracht faßte den Ent-schluß ihm durch einen andern aber mehr schicklichenehrenvollen Gesandten eine derbe Antwort zuzustellen.Schon vorher war der Bischofs von Vercelli mit einerfreundschaftlichen Bitte nach Rom abgegangcn, um diepäbstliche Bestätigung für den neuerwählten Metropo-litan von Ravenna, Guido, des vorhinerwähnten Gra-fen Guido's von Blanderat Sohn, auszuwirkm. Die-ser junge Mann nchmlich war noch nicht durch allegeistliche Ordnungen gegangen, sondern ohnlängst zumClericus zu Rom und dann von dem Pabst Adrian zumSubdiaconus gewählt worden; er konnte also ohne desletztem besondere Einwilligung in keinen andern Spren-gel ausgenommen werden. Da sich nun der Pabst,um die ganze Wahl rückgängig zu machen / hiezu nichtverstehen wollte, so wurde BischoffHerrmann von Ver-den in derselben Sache nach Rom geschickt, aber aucher erreichte seinen Zweck nicht.

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Man wird sich am besten hierüber aus folgendenBriefen unterrichten können.

Brief Kaysers Friedrich.

Friedrich von Gottes Gnaden, römischer Kaiser,dem ehrwürdigen Pabste Adrian.

9?ach dem Ableben des Bischofss von Ravenna An-selms, seligen Andenkens, unsers Treuen und Gelieb-ten , bemühten wir uns eine so wichtige Stelle nichtlange unbesetzt zu lassen, und ihm einen Nachfolgerzu geben, der diesen schmerzlichen Verlust ersetzen könn-te, und schicklich wäre, ein Vasall unsers Reichs zuseyn. Daher haben wir, aus Betrachtung des Spru-ches: Einer komme dem andern mikEhrer-i