schafften. Auch Anselm, Metropolitan von Ravenna,der als ein alter treuer Vasall des Reichs bekannt war,und viele gelehrte Kenntnisse besaß, starb vor May-land. Aus Sehnsucht nach seinem Vaterland nahmder Bischofs Gebhard von Würzburg seinen Abschiedvom Kaiser, starb aber in Würzburg acht Tage nachseiner Zurückkunst. Ein Beweis, daß weder besserePflege, noch ein sicherer Wohnsitz den Tod abhaltenkönnen. Merkwürdig ist noch der Tod Conrads Her-zogs von Croatien und Dalmatien, dessen Stamm-haus Dachau in Bayern war. Der Leichnam wurdevon Bergamo, wo erlgestorben, in sein rand gebracht,und im Kloster Schiren begraben. Sein Edelmuth,und seine oft erprobte Tapferkeit werden ihn bey derNachwelt im Andenken erhalten. Außer diesen sindnoch viele andre edle tapfere Ritter, deren Namenmir nicht beyfallen, theils durch Krieg theils durchKrankheiten aufgerieben worden.
Wahrend daß Friedrich in den Winkerquartirenwar, versuchte der Pabst Adrian, auf Anregung ge-wisser Personen, die alte in Augsburg schon abgetha«ne Streitigkeit wieder auf die Bahn zu bringen. Sei-ne Klagen betrasen theils die den päbstlichen Legaten zu-gefügten Beleidigungen, theils das unbillige Verfah-ren derer, die die Bedürfnisse für die Armee eintrie-ben, und die Beschwerden seiner Castellane. Gelegen-hnt, sich hierüber zu erklären, gab ihm der Umstand,daß geistliche sowohl als weltliche Mächte dem Kaiserdie Regalien zuerkannt hatten. Er schrieb demnacheinen Brief an den Kaiser, der beym ersten Durch-lesen sehr gelinde war, bey genauer Betrachtung aber,viele Drohungen enthielt. Der Ucberbringer desselbenwar ein schlechter unwürdiger Mensch, der sich auchgleich davon machte, ehe noch der Brief vorgelesen
war.