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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
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Kaiser Heinrichs IV. Seine Geschwister waren Con-rad, Bischoff von Pastau, Leopold Herzog von Bayern,Heinrich Herzog von Oesterreich, Gertrud Herzoginvon Böhmen, Bertha Herzogin von Pohlen, JtaMargrafin von Montferrat, Mutter der Königin vonSpanien.

Außer diesen Vorzügen einer erlauchten Geburtbesaß er noch eine ungemeine Gelehrsamkeit, die ihnunter den deutschen Bischöffen wo nicht zum Rang deSersten, doch gewiß eines der vorzüglichsten Gelehrten er-hob. Außer einer ungemeinen Kenntniß der H. Schriftund Theologie war er auch mit der aristotelischen Philoso-phie sehr genau bekannt, die ihm unter den erste»Weltweisen Deutschlands einen Rang verschaffte. Dießsowohl, als seine Klugheit in politischen Geschähen,und die freymüthige Beredtsamkeit, mit der er oft vorKönigen und Fürsten sprach, zogen ihm nicht wenig«Neider zu, denen er aber auf eine gute Art zu entge-hen wußte.

Er führte eine strenge nach Art der CistercienserMönche geregelte Klosterzucht ein. Zuerst war er Abtdes Klosters Morimund: dann Bischoff, nachdem erdie verführerischen Jahre der Jugend überstanden hat-te. Von den kleinen Flecken, welche er aus dem Um-gangs mit der Welt empfieng, reinigte ihn jetzt die Stren-ge seiner Tadler. Er hätte als ein AnverwandterFriedrichs, und in StaatSgeschafften sehr brauchbarerMann billig den letzten Feldzug mitmachen sollen: al-lein die Vorsehung wollte ihn nicht unter dem Geräuschder Waffen sterben lasten. Es schien, als ahndeteer seinen Tod, da er den Kaiser um die Erlaubniß bat,ZU Hause bleiben zu dürfen, und ihm unter vielen Thro-nen das Bißthum Freysingen anempfahl, daß er es aufkeine Weise drücken, und demselben, wie es ehedem

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