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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
344
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Größe und den reichen Ertrag dieser Güter leicht beurrtheilen können.

Das Glück, welches den Kaiser auf diesem Feld»zug begleitet-, wurde durch den Tod einiger Großensehr gesiöhrt, die zu viel Vorzüge des Geistes undKörpers hatten, als daß ihr Andenken bey der Nach,weit gänzlich erlöschen sollte. Unter diese gehört vorallen andern Bischof Otto von Freysingen, der durcheinen zu frühen Tod gehindert wurde, das gegenwär-tige Werk zu vollenden. Der Tod dieses treflichenMannes, und der schreckliche Brand, der Freismgenins äußerste Elend stürzte, wird mich entschuldigen,wenn ich in Erzählung desselben etwas weitläuftig schei-nen sollte, zumahl da das Unglück, welches ich erzählenwill, meine Vaterstadt betrifft, die dadurch aus ihremvormahligen Wohlstände in den traurigsten Zustandversetzt ward.

' Im Jahr 1159, unter Kaiser Friedrichs Re-gierung , als dem fünften Jahr seit seiner Thronbesiei-gung, und dem dritten nach Erlangung der Kaiser,würde gieng Bischofs Otto aus dieser,Zeitlichkeit in dieEwigkeit. Er fand Freysingen als einen elenden dürf-tigen Ork, dessen Einwohner fast kein Vermögen be-saßen, wo die Gebäude verfallen waren, und die Klo-sterzuchk s.st gänzlich darnieder lag. Aber mit GotusHülfe brachte es der seelig Verstorbene so weit, daßer mehr der Stifter als der Wiederhersteller seines Bi-schöflichen Sitzes genannt zu werden verdient.

Hiezu waren ihm mehrere Umstande günstig. Er«ar ein Enkel Kaisers Heinrich kV., ein Schwester-sohn Heinrichs V., Kaiser Conrads leiblicher Bruder,des jetzt regierenden Kaisers FriedrichOheim, ein Sohndes Marggrafen Leopold und der Agnes, der Tochter

Kaisers

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