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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
342
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waren überfallen worden: daß dadurch nicht so wohlsie selbst als die kaiserliche Majestät beleidigt sey: unddaß der angreifende Theil eine schwere Strafe verdienthabe. Die Bürge? von Piacenza wandten dagegenein, daß sie nicht gegen den Kaiser, sondern gegenihre ärgsten Feinde auögezogen styn,.von denen sievieles Ungemach erduldet hatten.

Friedrich ließ sich die Gründe einer jeden Parteymit aller Genauigkeit vorlegen, und da ergab sichs,Laß Piacenza sein Betragen gar nicht gehörig entschul-digen konnte, vorzüglich da es sich schon mehrmaleneiner Untreue gegen das Reich schuldig gemacht hatte.Es wurde daher folgender Urtheilöspruch erlassen: Pia-cenza soll auf den Beding wieder zu Gnaden angenom-men werden, wenn seine Bürger eine bestimmte ansehn-liche Geldsumme erlegen, den schönen Wal- und Gra-ben, die erst seit Kurzem angelegt waren, abtragsnund ausfüllen, und alle ihre Thürme schleifen würden.Pieß geschah auch wirklich zum Schrecken der übrigenStädte. Endlich wurden hier auch die AnsprücheMaylands auf Monza untersucht, und die Entschei-dung der auserlesensten Rechtsgelehrten siel dahin aus,daß diese Stadt unmittelbar unter Kaiserlicher Hoheitsiehe.

Nachdem Friedrich in den Ronkalischen Feldernalle Geschaffte glücklich beendigt und die Versammlungentlassen hatte, so richtete er sein Augenmerk aus dasübrige Italien und die Inseln. Zu dem Ende schickteer den Bischof Conrad von Eichstädt, und den GrafenEmicho nach Sardinien und Corsica ab, und empfahlden Pisanern und Genuesern sie dahin zu führen, weildiese beyden Städte die mächtigsten auf dem Tyrrheni-schen Meere sind. Wer aber die Vorthciie kennt, wel-che Pisa und Genua aus Sardinien ziehen, der wird