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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
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hatten, und nun so entstellt wiedersahen, bas empfind-lichste Mitleid. Das Wiedersehn nach einer langenTrennung verursachte die rührendsten Seenen, wo derVater an dem Racken feines Sohnes hreng, ei» Bru-der den andern umarmte, und ein Freund an dem Bu-sen seines geliebten langst vermißten Freundes weinte.Hätte der gute leutselige Friedrich nur etwas wenige«von dem Stolze der ehemaligen Könige an sich gehabt,so wurde er diesen Tag den Italienern jährlich zu fty-ern anbefohlen haben.

Von Moyland gicng er nach Monza dem Sitzdes italienischen Reichs, und wurde daselbst gekröntDieser Kirche, die schon längst von den Mayländernunterjocht und beynahc zerstöhrk war, gab er ihre vo-rige Freyheik wieder, und ließ daselbst auf eigne Kostenden bifchöfflichen Sitz sehr prächtig erneuern.

Die Unterjochung einer so großen Stadt ließihn hoffen, daß nun die größten Schwierigkeiten in Ira-ljen würden überstanden seyn. In dieser VorauSse-tzung gab er einem großen Theik seines Heeres Erlaub-niß nach Hause zu gehen. Dahin gehört der Königvon Böhmen, der Herzog von Oesterreich mit den un-garischen Truppen, Arnold Erzbischofs von Maynz,Herzog Bertold von Burgund, die Grafen und Marg-grasen und ein großer Theil von den Rittern. Alkewurden mit der größten Fröhlichkeit entlasten, der Kai-ser aber gieng jetzt an die übrigen Geschaffte, welche ihmnoch in Italien übrig waren.

Der Ruhm seiner Thaten hatte so viel Schre-cken im Lande verbreitet, daß Niemand es wagte sichöffentlich gegen ihn aufzulehncn, allein unter der Ascheglimmte noch immer der Funke des Aufruhrs. Eingewisser Veroneser Tunsund hatte mit seinem Anhän-- ^3 ger