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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
313
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Endlich entschied das Glück für den Herzog. Di«Maylander zogen sich hinter ihre Werke zurück, undließen nach der Zeit ihre Ausfälle unterbleiben. Untermehrere Todten, die sie im Treffen zählten, gehöreauch ein gewisser Statius, den sie, wie man spricht,zu ihrem König hatten wählen wollen. Die ganzeStadt legte um ihn Trauer an, lößte seinen Körper mitvielem Gelde und gegen Wiedergabe der Gefangenenaus, und ließ ihn mit vielem Pomp bestatten.

Auch scheint mir folgender Umstand zu merkwür-dig, als daß ich ihn übergehen könnte. Ein stolzersich selbst gefälliger Maylander ritt auf das kayserlichoLager zu, stieß verschiedene Prahlereyen aus, warf denUnsrigen Unerfahrenheit in ritterlichen Uebungen vor,und forderte den Geschicktesten zu einem Lanzenstechenheraus. Bald ließ er sein Roß im vollen Galopp ren-nen , bald tummelte er es, wie es bey solchen FällenSitte ist, im Kreise umher, oder ließ es nach allerleyWendungen laufen.

Verschiedne von den Kayserkkchen sahen ihm mitVerachtung zu. Einigen pochte das Herz. Nochandre wollten sich mit einem Menschen nichts zu schaf-fen machen, der den Tod suchte. Es ist, dachten sie,nicht Tapferkeit, sondern Unverstand, gegen einen Feindzu streiken, den man besiegt, ohne deswegen eine großeThat auszuführen, und von dem man nicht ohneSchande besiegt wird.

Lange wagte sich keiner hervor, der den Kampfsufnähme. Endlich ergriff der edle Graf Albert vonTyrol seine Lanze und Schild, schwang sich auf seinSkreitroß, rennte gegen den trotzigen Ligurier, undheb ihn aus dem Sattel. Zufrieden mit dem, was erZerhau Harke, schenkte er dem Besiegen das Leben, und

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