kehrte ohne die-geringste Prahlerei) zu den Seinigenzurück. Er war überhaupt ein Wann der nichts weni-ger als Ruhmredigkeit liebte, desto mehr aber seineThaten für sich sprechen ließ.
Unterdessen bemühte sich der Kaiser, alles zuthun, was nur das Verderben der Stadt beschleunigenkönnte. Bald gierig et mit wenigen, bald mit vielenauserlesenen wittern auf das Recognosciren aus, undversuchte durch allerhand Mittel die Belagerten zumKampf herauszulocken. Bey dieser Gelegenheit ent-deckte er eine Stelle, wo die Einwohner noch freyenAus - und Eingang hatten, und ihr Vieh ungehindertvor den Thoren weiden ließen. Aber auch diesen Aus-weg schnitt er ihnen ab, und nun fiengen sie recht anzu fühlen, wie groß das Elend einer belagerten Stadtfty.
Die Mayländer glaubten, daß der Kaiser bloßdeswegen recognoscire, um Anstalt zu einem Sturmezu machen. Sie ließen es daher an nichts fehlen, umsich in den Stand zu sehen, denselben nach allen Kräf-ten abzuschlagen, die Trommel wurde gerührt, undin die Trompete gestoßen. Dienstfähige Männer eil-ten zu den Massen, Greise und Weiber erhoben einlautes Geheul. Doch wagte sich Niemand zu den Tho-ren hinaus; seys aus Bangigkeit, oder aus Ehrfurchtvor dem Kaiser. Die bewaffnete Mannschaft stelltesich nun um die Stadt hin, mit dem Vorsatz, bloßverlhcidigungsweise zu handeln.
Einen Pfeilschuß vom Wall stand ein starker ausQuadersteinen erbauter Thurm. Die Steine hatteneine erstaunliche Größe, und waren so künstlich zusam-mengefügt, daß man an ihnen, sowenig, als an einemrömischen Werk eine Fuge erblicken konnte. Daher führ-
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