den nicht schrecklicher war. Nach andern Erzählungensoll das Gefecht bis an den Hellen Tag gewährt haben.
Die Maylander unterließen dagegen auch nicht,wo Ort und Gelegenheit es gestatteten, uns ebenfallszu schaden- Zwar brachen sie nicht in großen, sondernnur in kleinen Haufen, mit Bogen und Schleudern be-waffnet hervor, um denen, die sich nicht genug inAcht nahmen, aufzulauern; aber auch dies war schonBeweis genug, wie verwegen sie sind. Viele von ihnen,die an den vorigen Gefechten Antheil gehabt, waren,durch Erfahrung gewitzigt, etwas behutsam geworden;die übrigen aber setzten ihre Neckereyen ununterbrochenfort. Endlich wurde Herzog Heinrich von Oesterreich,des Kaysers Oheim, müde, diesen Uebcrmuth längerungeahndet zu dulden. Er nimmt sich vor, einenSturm gegen das Thor, vor welchem er lag, zu wa-gen, läßt seine Leute unter Waffen treten, und ziehtdie ungarischen Hülfsvölker, welche sehr gute Bogen-schützen sind, nebst dem übrigen zu seinem EorpS ge-hörigen Rittern zusammen.
Die Maylander, welche sein Vorhaben gemerkthatten, hielten es für schimpflich, wenn sie ihm nichtentgegen zögen, da sie ihm an Zahl gewachsen, jawohl gar noch überlegen waren. Sie rückten also inSchlachtordnung zur Stadt hinaus, und lieferten einförmliches Treffen. Schrecklich war das Schauspielwelches sich hier eröffnete. Dort setzte einer dem Flie-henden nach, hier sank der andre entseelt zu Boden,dort gab sich ein Dritter gefangen. Mann und Roßlitt unter der Arbeit des Krieges. Viele konnten, mitWunden bedeckt, weder fliehen, noch rasten, kaumrasten sie ihre letzten Kräfte zusammen, so stürzten sieohnmächtig nieder. Das Feld war mit Gewehr,Rüstung, und Leichen bedeckt, und schwamm im Blute.