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Rhein, des Kaisers Bruder, und Herzog Friedrichmit seinen Schwaben. Ihr Haufe war theiks schwä-cher als die übrigen, theils waren sie auch von demKern der Armee ganz abgeschnitten. Dieß, und derUmstand, daß sie noch sehr junge Männer waren brach-te die Maylander auf den Gedanken, sie zu überrum-peln.
Nach Sonnenuntergang, da schon das ganze Heerschlief, brachen sie zum Thor heraus, stießen die Schild-wachen nieder, und drangen zum Lager. So bald dieDeutschen ihre Annäherung merkten, machten sie Lerm,ergriffen was ihnen in die Hand fiel, Degen, Steine,und dergleichen und wehrten sich damit. Kaum hörteder böhmische König, dessen Lager- nicht weit entferntstand, das Kriegsgeschrey, so mußte alles die Waffenergreiffen, und aufsitzen. Er selbst ritt mit den auser-lesensten Leuten, Pfeiffern und Paukenschlägern vor-aus. Der Weg führte ü^er verzäunte Weinberge undwar äußerst schlecht und holpericht; alle die sklavischenPferde sind solcher Märsche gewohnt. Der Pfeiffenund Paukenschall, der sich schon von ferne hören ließ,stößte den Deutschen neuen Muth und neue Kräfte ein.Die Böhmen kamen an, und das Treffen wurde mitder größten Lebhaftigkeit fortgesetzt. Der König be-wieß sich als einen tapfern unerschrockenen Held, derbey allen Gefahren selbst zugegen war. Endlich er-greifen die Feinde die Flucht, und werden bis an dieThore verfolgt. Von dieser Zeit an unterblieben ihreAusfälle. Einige von ihnen blieben auf dem Platze,mehrere wurden gefangen, und ein großer Theil schnürverwundet.
Die Belagerung von Maykand ist eine der merk-würdigsten Begebenheiten jetziger Zeit. Nicht alleinDeutschlands sondern auch Italiens Kräfte hattensich hier vereinigt, und jeder, der Ruhm suchte, fand
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