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nichts zu unternehmen wagten. Die Stadt wurdealso rings um vor allen Thoren eingeschloffen, und dieBlockade eröffnet.
In dem vorhergehenden Buche ist schon von derLage der Stadt und ihren Einwohnern so viel erwähntworden, daß ich hier nur noch folgendes hinzusetzendarf. Sie liegt in einer weiten Ebene, und enthältin ihrem Umfange über hundert Stadien. Ringsumdie Stadt geht eine Mauer, ausserhalb welcher derConsul ein Jahr vorher, unerachtet sich viele dagegensträubten, einen breiten mit Wasser angefüllten Gra-ben hatte ziehen lassen. Die Thürme sind nicht sohoch wie bey andern Städten, denn die Menge undTapferkeit ihrer eignen Bürger sowohl als ihrer Bundes-genossen schien ihnen hinlänglich zu seyn, um jede Be-lagerung unmöglich zu machen. Daher kam es, daßMayland seit uralten Zeiten her gegen die Regierungsich widerspenstig bezeugte, und lieber zweye» Herren,als einem rechtmäßigen Oberhaupt gehorchen wollte.Es suchte immer das Reich zu veruneinigen, und warweder dieser noch jener Partey getreu.
Das um die Stadt gezogene Lager wurde in allerEile befestigt, um sich gegen einen plötzlichen UeberfMzu decken. Mit Mauerbrechern, Thürmen, Sturmbö»«km, und andern KriegSmaschienen war gegen eine sogroße Stadt nichts auszurichken, desto mehr aber konn-te man ihr durch eine langwierige Blockade oder wenndie Bürger einen Ausfall thäten, schaden»
Die Mailänder unterließen auch nicht den Kai-serlichen allen mögliche» Abbruch zu thun, beschädigtenihr Lager, thaken häufige Ausfälle, und verwundetensehr viele mit Schleudern und Pfeilen. Am äußer-sten Ende des Lagers stand Conrad, Pfalzaraf am
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