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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
306
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Tod oder Leben ankäme, und für sie weiter keine Ret-tung übrig bliebe, so ergaben sie sich auf Gnade, unddie Festung erhielt eine kaiserliche Besatzung.

Mehrere Edle aus dem Heere ließen sich so baldsie Feindes Land betreten hatten, durch falsche Ehrbe-gierde verleiten, den andern zuvorzukommen, und un-ter sich um den Ruhm der größten Tapferkeit zu wett»eyfern. Hieher gehört Graf Eckebert von Butene, einedler, reicher, muthiger, und starker Mann, nebst andernEdeln und Rittern des königlichen Hauses. Ihre An-zahl belief sich auf ohngefähr tausend Mann zu Roß.Sie thaken sich in der Absicht zusammen, um etwasMerkwürdiges zu unternehmen , das Glück aber warihnen nicht so günstig, als ihr Muth es verdiente.

Vörden Thoren von Mayland, denn so weithatten sie sich gewagt, stieß ihnen eine zahlreiche feind-liche Schaar entgegen. Anfangs fochten beyde Theilenur mit Lanzen, nachher griffen sie zum Schwerte.Sie drangen heftig auf einander ein, daß fast keinermehr unterscheiden konnte, auf weicher Seite er stritte.Der enge Raum erlaubte ihnen nicht, sich auszubrei,ten, und verursachte zum Theil diese Verwirrung. Kei-ner war im Stande, durch die dicke Staubwölke vorsich zu sehen, noch unter dem vermischten Geschrey einWort zu verstehen. Eben so wenig war es möglichzu entfliehen, oder den Flüchtling zu verfolgen. Werim ersten Gliede stand, mußte entweder fallen oder wür-gen ; eben so auch im Hinterglied. Kurz es blieb keinFleck übrig, auf dem nicht Mann gegen Mann käm-pfte.

Endlich siegte die überlegene Macht der Feindeüber den Muth und die Geschicklichkeit der Unsrigen.Der Sieg war schon entschieden, als Graf Cckebert,um einem seiner Ritter, der an der Erde lag , zu hel-fen , vom Pferde springt, ihn befteyt,. und den siegen-den