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einander kn den blutigsten Fehden lagen, ihre Streife-reyen einstellen mußten. Selbst itzt war der Flußdurch den geschmolzenen Alpenschnee sehr angeschwol-len, hatte die Brucken zertrümmert, und schien denKaiserlichen das fernere Vordringen zu verwehren.Auf der andern Seite standen zweycausend rüstigeMayländische Reiter, die jeden ihrer Versuche, überden Fluß zu kommen, vereiteln wollten.
Allein die kühne Entschlossenheit des böhmischenKönigs, und des Herzogs Konrad von Dalmatien gabder Sache gleich eine andre Wendung. Deyde stürz-ten sich mit ihrem Heere in den Strom, und erreichten,obgleich unter vieler Lebensgefahr, das cntgegenstehendeUfer. Die Zahl derer, welche hiebey ertranken, wirdauf ohngefähr zwey hundert angegeben. Kaum sahendie Maylander, was vorgefallen war, so ergriffen sie,ohne einen Schwerdcschlag zu thun, die Flucht, undhinterließen ihre ganze Bagage den Unsrigen zur Beute»
Aus diesem den Mayländern so unglücklichen An-fänge, zogen viele sehr üble Vorbedeutungen für dieZukunft. Das übrige zurückgebliebene Heer watetetheils durch den Fluß, kheils wartete es bis man dieBrücken wieder hergestellt hatte.
Nicht weit davon lag ein fester den Mayländerngehöriger Ort, Trezzo genannt, auf einer kleinen An-höhe im ebenen Felde. Von der einen Seite hatteer den Fluß Adda, von der andern eine starke Mauerund Thurm; durch die Vorstadt gieng eine feste Brü-cke. Dieser Ort war zu vortheilhaft gelegen, als daßFriedrich nicht gleich zuerst hätte suchen sollen, sich des-selben zu bemeistern; welches auch in kurzer Zeit zuStande gebracht wurde. Die Bürger wehrten sichzwar anfänglich, weil sie aber sahen, daß es hier auf
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