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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
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Unterdessen verstärkte sich sein Heer durch Zuwachsvsn allen Seiten. Verschiedene Fürsten schickten Be-ten an ihn ab, um ihn zu fragen, welchen Weg jeder mitseinem Heere durch die engen Paste im Gebürge nehmensolle. waren der Hülfsvölker so viel, daß sie anmanchen Stellen vor übergroßer Menge sich kaum durch-drängen konnten: Franken, Sachsen, Rheinländer,

Burgunder, Schwaben, Bayern, Lothringer, Böh-men, Ungarn, Kärnthner, und verschiedene andereCeltische oder deutsche Nationen; mit den mannigfal-tigsten Rüstungen versehen, aber alles tapfre Männerund rasche nervigte Jünglinge, die sich unerschrockenden Gefahren des Krieges entgegenstellten.

Friedrich schrieb ihnen nach einem wohlüberlegtenPlane, folgende Marschroute vor:

Herzog Heinrich von Oesterreich, 'und HerzogHeinrich von Karnrhen, nebst den Ungarn, beynahesechshundert auserlesene Bogenschüßen, ferner die Gra-fen und Baronen jener Lande gehen durch Kram,Friaul, und die Mark Verona.

Herzog Bertold von Zahringen, oder vielmehrvon Burgund, mit den Lothringern, über die StraßeJulius Casars, die jeht der Jupiteröberg heißt,

Ein großer Theil Franken, Riparioler undSchwabendurch Chiavenna und den Comer See.

Des Kaisers Gefolge bestand aus dem Königevon Böhmen, dem Herzog Friedrich von Schwaben,Kaiser Conrads Sohn, seinem Bruder Conrad, Pfalz-grafen am Rhein, den Erzbischöfen Friedrich von Cöln,Arnold von Maynz, Hellin von Trier, die BischöfeConrad von Eichstadt, Daniel von Prag, Herrmannvon Verden, Gebhard von Würzburg, dem Abtvon Fulda und noch ausser dem aus vielen Marggrafen,Graftn, und Edeln, mit deren Namen ich dem Lesernicht beschwerlich fallen will.

Mit