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men daher Anlaß ihnen aufzulauern in der Meynung,Laß dieser Straßenraub den Beysall des Kaisers er-halten würde. Sie giengen also von Ferrara nachVerona, von Verona durch das tridentinische Thal,und hatten zu ihrer grösser» Sicherheit den ehrwürdi«gen Bischoff von Trident Albert bey sich. Mer auchdieser konnte gegen dievermeffcne Raubsucht nichts aus-richten. Die Grasen Friedrich und Heinrich, die inden dortigen Gegenden sehr viel Gewaltthätigkeitenverübten, überßclen sowohl den Bischoff als die Ear«dinäle, plünderten sie, und setzten sie in gesänglicheVerwahrung. Die Cardinale wurden zwar auf frey»en Fuß gestellt, als von Rom auS der Bruder desZarin tuS als Geissel geschickt ward; den Bischoffaber befreyte offenbar die göttliche Allmacht. Jedochrächte der edle Herzog von Bayern und Sach-sen aus Liebe zur römischen Kirche und zu Ehrendes Reichs nicht lange nachher diese Schmach; denner entriß den Grasen den Bürgen, und nöthigle siedurch vieles Ungemach sich zu ergeben, und Genug-rhuung zu leisten»
Während daß Friedrich noch bey Augsburg kam»pirte, erschienen die päbstlichen Legaten, wurden gnädigausgenommen, und um die Ursacheihrer Reise befragt.Sie traten ehrerbiethig, mit gesenktem Blicke hin,und antworteten in folgenden sehr bescheidenenAusdrücken.
„Das Oberhaupt der römischen Kirche, der inChristo allerheiligste Vater, begrüßt euch als denliebsten Sohn des H. Petrus. 'Auch grüßen euchals den Herrn und Kaiser der Stadt und der Welkdie gesummten Cardinäle, welche unsre Brüder, abereure Cleriker sind.