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die Seestädte unter griechische Botmäßigkeit zu bringt»mit List oder Gewalt durchzusetzen.
Nicht weit von Ravenna stießen sie auf vieleEdellente, die sich schon mit den Griechen in vertrau-liche Unterhandlungen eingelassen hatten. Dieses ebenso gewinnsüchtige als für das römische Reich entehren-de Betragen reitzte ihren Zorn so sehr, daß PfalzgrafOtto, trotz seiner schwachen Bedeckung, das Schwertzog, den vornehmsten der Ravenneser, Wilhelm, mitdem Zunahmen Malkraversar, ergriff, und ihn alseinen Gefangenen forkzuführen drohte. Alle übrigenschwiegen, und getrauten sich nicht vor Furcht und Ent-setzen, etwas dagegen einzuwenden. Ottos entschlosse-ner Much zeigt sich hier in einer bewundernswürdi-gen Größe. Weder die Überlegenheit seiner Gegner,noch die Nähe der Stadt konnten ihn dahin vermögen,das Ansehn eines kaiserlichen Gesandten da zu verge-ben, wo er glaubte, daß es behauptet werden müsse.Endlich ließ er sich durch vieles Bitten und Zuredenbesänftigen, brachteein ziemlich'starkes Heer zusam-men, und rückte mit demselben vor Ancona.
Die Erklärung, welche die kaiserlichen Gesandtenhier an die Griechen gaben, war in sehr heftigen Aus-drücken abgefaßc. „ Wer gab euch das Recht lautetesie, ohne das Kaisers Vorwissen also zu verfahren?Die Arglist, die Tücke der Griechen ist uns nur allzu-wohl bekannt. Ihr habt unter dem Deckmantel ei-ner gerechten Unternehmung nichts als Unheil anstif-ren wollen, habt euren Freunden das Verderben zu-gedacht, das ihr euren Feinden zu bereiten schienet.,Da nun unwiderlegliche Beweise vorhanden sind, daß ihrals offenbare Feinde des Reichs handelt, so müßtihr auch als Majestäcsverbrecher zur gebührendenStrafe gezogen werden."