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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
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durch ein anderes gelindes Schreiben, das das ersterewieder gut macht, zu besänftigen, damit sich die Kir-che in ruhiger Andacht erfreue, und das Reich in sei-ner erhabenen Wurde prange. Wozu der Mittlerzwischen Gott und Menschen Christus Jesus seineHülfe verleihen wolle."

Friedrich stand bcy Augsburg am Lech, undwartete da sieben Tage lang, um auö verschiedenenGegenden Truppen an sich zu ziehen. Unterdessenhacce der Pabst zuverläßige Nachrichten von dem be-vorstehenden Feldzuge des Kaisers erhalten, denn dieGesandten desselben, der Kanzler Reinald, und derPfalzgras Otto waren schon geraume Zeit vorher nachItalien gegangen. Dieser Umstand machte ihn nach-giebiger, und war Ursache, daß er, um Friedrich zubesänftigen, zwey andre Legaten an ihn abschick.e, denCardinal Heinrich, Priester von S. Nereus undAchill, und den Cardinal JacinckuS, Diaconns, derH. Maria in der Griechischen Schule, zwey guteStaatsmänner, die sich zu politischen Unterhandlungenbesser als ihre Vorgänger schickten.

Hier muß ich, ehe ich in der Erzählung weiterrücke, noch etwas weniges von der Person und denThaten jener kaiserlichen Deputaten vorläufig erwäh-nen. Sie waren von einer schönen angenehmen Bil-dung, stammten aus einem edlen Geschlechce, besagengroße Vorzüge deS Geistes, und einen »«erschrocknenMuth. Sie erlaubten sich keine Verbrechen, keineAusschweifung, geitzten nach edlen Thaten, warenfreygebig mit ihrem Gelde, und wünschten sich nichtsals Ruhm, und redlich erworbenes Vermögen. Siestanden noch in den reifem Jahren der Jugend,zeichneten sich durch «ine Hinreiffende Beredsamkeit aus,

und