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„Auf dem letzten Reichstage zu Besannen, wowir uns die Ehre des und der Kirche mit schuldigerSorgfalt angelegen seyn ließen, erschienen pabstlicheGesandte, die uns versicherten, daß sie Dinge vor-zntragen hätten, die auf Vergrößerung der Ehreunserer weltlichen Macht abzweckten. Den erstenTag nahmen wir sie ehrenvoll auf, den zweyten Tagzogen wir sie, wie es Sitte ist, in Gegenwart unsererFürsten zur Audienz, und hier übergaben sie uns, auf.geblasen "vom ungerechten Mammon, von Hochmuth,Hoffarth, Eigendünkel erfüllt, das pabstliche Schrei-ben, dessen Inhalt dieser war: „Wir sollten es bestän-dig vor Augen haben, daß der Herr Pabst uns diekaiserliche Krone gegeben, und eö sich nicht würde reuenlassen, wenn wir ihm auch noch größere Wohkthaten zuverdanken hätten."
DaS war also jene Gesandtschaft der väterlichenSanstmuth, welche die Einheit der Kirche und desReichs beschützen sollte, welche sich bemühen sollte, durchdas Band des Friedens beyde zu verknüpfen, und die Her-zen der Zuhörer zur Eintracht undzum Gehorsam anhaltensollte. Bey diesem verworfenen Antrags, der ganzvon aller Wahrheit entblößt ist, erwachte nicht meinZorn allein, wie natürlich und billig war, sondern alleübrigen anwesenden Fürsten geriekhen in eine solcheWuth, daß sie jenen beyden frevelhaften Geistlichen,das Todesurtheil würden gesprochen haben, wenn wirnicht dazwischen getreten wären."
„Weil man endlich noch viele Briefe und be-siegelte unbeschriebene Papiere bey ihnen fand, die sienach Gefallen ausfüllen, und, wie es bisher Sittewar, an alle Kirchen des teutschen ReichtS vertheilenkonnten, wodurch sich ihr Gift noch weiter verbreitethätte, daß die Altäre entblößt, die Gefäße aus den
S 2 Gottes»