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Dieser Brief, der durch den Kanzler Reinaldverdollmetscht wurde, erregte unter den anwesendenFürsten sehr großen Unwillen, weil er in einem ziem-lich biktern Tone geschrieben war, und all das nachfol-gende Unglück, zu dein er den Grund legte, gleichsamschon an der Stirne führte. Vorzüglich war ihnen dieStelle anstößig, wo der Pabst sagt: daß er dem Kai-ser die höchste Würde und dis Kaiserkrone erkheilt, unddaß er ihm gerne noch mehrere Wohlthaten (k!-mo6oia)möchte zufließen lassen. Sie konnten an der Richtig-keit der Ueberschung so wohl als des Sinnes, den siemit den Worten verbanden, umso weniger zweifeln,da sie die dreiste Behauptung einiger Römer kannten,welche man so gar in Büchern und auf Gemälden findet,daß nemlich unsre Könige die Herrschaft überRom undItalien der pabstlichen Schenkung zu verdanken hakten.So findet man z. B. über einem Bilde des KaisersLothar im Lateran folgende Zeilen:
Uex vanir anrs stures, jurans prius urdis konvres»kolk bomo 6r kapmo, stumir c^uo öams corunam,
d. Er kam vor die Thors als König, beschwor zuerstdie Freiheiten der Stadt, ward dann der Lehenmanndes Pabstcs, der ihm die Krone auffttzte.
Friedrich hörte bey seiner letzten Anwesenheit inRom von diesem Bilde, und bezeugte sein großes Miß-vergnügen darüber. Er gab deshalb dem PabsteAdrian einen freundschaftlichen Verweis, und soll auch vonihm das Versprechen erhalten haben, daö Bild nebstder Ueberschrift aus dem Wege zu schaffen, damit einesolche nichtige Posse keinen Anlaß zu Uneinigkeiten zwi-schen den wichtigsten Personen im Staate gäbe.
Denkwürdig?. U. S. S Dieß