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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
272
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die allerheiligste römische Kirche ausgenommen, mitwelcher Zärtlichkeit sie dich behandelt, mit welcherEhre sie dich überschüttet, wie bereitwillig sie dir dieKaiserkrone dargeborhen, und in ihrem holdseligenSchooße dein erhabenes Haupt zu pflegen bemüht ge-wesen ist, indem sie nichts that, was deinem erlauchtenWillen auch nur im mindesten cnkgegengewesen wäre.Es Meut uns auch nicht, dein Verlangen püncktlich er-füllt zu haben, sondern wir würden uns billig auch jeztnoch erfreuen, dir wenn es möglick wäre, noch größereWohlthaken (LenekiLi'a) als die bereits empfangenenzu erkheilen; in Betracht der vielen Vorthelle, welcheder Kirche Gottes und uns durch dich erwachsen können.Jezt aber da der unerhörte Greuel, zur Beschimpfungder ganzen Kirche und deines Reichs, verübt ist, unddu dich des beleidigten Therls gar nicht anzunehmenscheinst, müssen wir auf den Verdacht gerathen, daßdich ein böser Verleumder gegen deine allergnädigsteMutter, die hochheilige römiffhe Kirche, und gegenuns selbst (welches Gott verhüte^ mit irgend einemGroll erfüllt habe. '

Zu dem Ende, und auch andrer Geschaffte halber,senden wir zwey unsrer besten und liebsten Söhne,die Cardinäle Bernhard und Roland, Männer derenKlugheit, Ehrbarkeit, und Religionseyfer hervor-leuchtend sind, an Dich ab, und ersuchen Deine Hoheitangelegentlich, sie eben so ehrenvoll als gütig aufzuneh-men, sie standesmäßig zu behandeln, und alles was sieDir von unsrer Seite zu Gottes und der hochheiligenKirche Ehre, und zu Deinem und des Reichs Bestem vor-kragen werden, ohne alles Bedenken so anzusehen, alswenn es aus unserm Munde käme, und ihren Worteneben si^ zu trauen, als wenn wir sie selbst vortrügen.

Die-