Druckschrift 
Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
270
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deutlich. Nachdem sich der Kaiser aus dem Geräuscheder Menge in ein abgelegenes Zimmer verfügt, wurdendis Legaten ihm vorgesiellt, und als Personen, die guteNachrichten brächten, mit aller geziemenden Huld undAchtung empfangen. Aber schon die Ausdrücke, mirdenen sie ihre Anrede eröffnten, waren auffallend.Esgrüßt euch, sprachen sie, unser allerheiligster Vater,Padst Adrian, und das römische Eardinalscollegium.Jener' als Vater, diese als Brüder" Nach einer kurzenRede überreichten sie das päbstiiche Schreiben, wel-ches ich, so wie einige nachfolgende, als Belege fürmeine Erzählung hier beyfügen will, damit jeder Leserdie Acten selbst vor Augen haben, und aus diesen authen- .tischen Quellen selbst schließen möge, auf welcher Seitedas Recht war.

Päbstliches Schreiben»

Bischoff Adrian, Knecht der Knechte Gottes, ent-buchet seinem geliebten Sohne Friedrich, demerlauchten römischen Kaiser Heyl und apostoli-schen Seegen.

Vor einiger Zeit haben wir Deiner Majestät jeneentschliche verabscheuungswürdige That, jenes gottes-lästerliche Verbrechen, welches, wie wir glauben, inDeutschland vorgefallen ist, schriftlich berichtet; jetztsehen wir uns genöchigt, es euch nochmals ins Gedacht-niß zu rufen, und zugleich unser großes Erstaunen übereuer gleichgültiges Verhalten in dieser Sache an denTag zu legen.

Unser Ehrwürdiger Bruder E. Erzbischofs vonLanden, ist auf seiner Rückreise von Rom, in dem be-nannten Lande, von einigen gottlosen verruchten Men-schen