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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
269
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nehmt es mit eben dem Herzen an, mit dem es euch ge-geben wird. Euren Auftrag wegen der Hand deöheiligen Jakobs haben wir an den Magister Heribert,und unfern Clerikuö Wilhelm ausgerichtet, wovonThomas, Canzler bry Norhant, Zeuge ist."

Endlich waren auch noch Gesandte aus Dan-nemark, Italien, Ungarn und Burgund zugegen, wel-che gleichfalls ihre Geschenke und ihr Anliegen anbrach-ten, und nicht wenig erstaunten, sich hier bey einanderzu finden. In der Mitte des Octobers gieng der Kai-ser nach Burgund, um in Besan^on einen Reichstagzu halten. Besan^on ist die Hauptstadt eines der dreyReiche, in die Karl der Große seine Monarchie ver-theilte , um jedem seiner drey Söhne ein eignes König-reich zu hinterlassen. Hier erwartete ihn außer demBurgundischen Adel, eine zahlreiche Gesandtschaft vonRömern, Apuliern, Tusciern, Venetiern, Italienern,Franzosen, Engellandern, Spaniern, und führte ihnin feyerlichstem Pompe ein. Die ganze Erde bemühtesich gleichsam, ihm, als dem tapfersten und weisestenFürsten, den man eben so sehr lieben als fürchtenmüsse, mit neuen Ehrenbezeugungen zuvorzukommen.Ehe ich aber an die politischen Angelegenheiten vonBurgund komme, muß ich von den Legaten des PabsteSAdrian, und ihren Verrichtungen sprechen; denn dieffist doch der wichtigere Theil, und die Geschaffte dessel-ben von der meisten Bedeutung.

Die Legaten waren der Cardinal Roland, Canzlerdes römischen Stuhls: und der Cardinal Bernhard;jwey der reichsten und würdigsten Prälaten, die amrömischen Hofe das meiste Gewicht hatten. Die Ur-sache ihres HierseynS war dem Anschein nach sehr lauter,aber in der Folge entdeckte sich ihre böse Absicht nur zu