Druckschrift 
Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
268
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Seinem innigst geliebten Freunde, Friedrich, vonGottes Gnaden, unüberwindlichem römischen Kai-ser, entbicrtzec Heinrich, König von Engelland,Herzog von der Normandie, und s. f. Heyl undEintracht aufrichtiger Liebe.

Wir statten, Bester der Regenten, eurer Ma-jestät den größten Dank für die uns erwiesene Gnadeab, daß ihr eine Gesandtschaft an uns abschicktet, unsmit einem Schreiben beehrtet, uns mit Geschenkenzuvorgekommen seyd, und, welches das angenehmstewar, daß es euch gefallen hat, einen Band des Friedensund der Liebe mit uns einzugehen. Euer Anerbiethen,die Angelegenheiten unsers Reichs in Ordnung zu brin-gen, verursachte uns ungemeine Freude, die unfernMuth gewißermaßen hob, und uns mit neuen Kräftenbelebte. Im Erguß dieser Freude geben wir uns mitganzer Seele euch hin, und sind bereit nach unfernKräften alles zu thun, was eure Ehre befördert. Wirüberlassen euch unser Reich, samt allem was unsrerHerrschaft unterworfen ist, und stellen es eurer Ge-walt anheim, so daß ihr in demselben nach eigner Will-kühr Einrichtungen treffen sollt, und euer Wille injedem Stücke befolgt werde.

Es müsse demnach zwischen uns und unfern Un«terthanen Friede, Eintracht, und sicheres Verkehr be-stehen, doch so, daß euch, als dem vorzüglichem Theile,die Oberherrschaft bleibe, und wir euch willig gehorchen.Wie nun aber die von Eurer Hoheit erhaltenen Ge-schenke das Andenken an euch in uns erregen, so wün-schen wir auch auf ähnliche Weise uns eurem Gedächt-nis? zu empfehlen, und schicken euch daher das beste waswir hatten, und was euch vorzüglich gefallen wird. Sehtauf den Willen des Gebers, nicht auf die Gabe, und