lich macht. Sie treiben auch Capereyen zur See, undbeunruhigen die Inseln des Oceans, Jrrland, Britan-nien, Dännemark. Es war natürlich, daß die Poh-len von der Wildheit dieser schlimmen Nachbarn auchetwas annahmen, und eben daher weder ihren Fürstennoch ihren nahen Anverwandten treu waren.
Die Ursache des polnischen Kriegs war folgende.BoleSlaus, Casimir, und Ladislaus sollten das ganzeLand nach dem Rechte der Erbschaft besitzen, und Ladis-laus als der altere noch den Tirel und die Würde einesHerzogs führen. (Dieser letztere war mit Gertrud ei-ner Nichte des Kayftrs, und Leopolds Marggrafenvon Oesterreich Tochter vermahlt!. Allein die beydenandern vertrieben ihn mit seiner Gemahlin, und so sehrsich auch Kaiser Conrad, der ihn gnädig ausgenommenhatte, seinerhalben verwendete, so wenig wollten siedoch nachgeben. Erst Friedrich nahm sich der Sachemit mehrerm Nachdruck an, indem er sie zugleich alsöffentliche Rebellen behandelte, die ihm den schuldigenEyd der Treue noch nicht abgelegt, und den jährlichenTribut von fünfhundert Mark schon lange vorenthaltenhatten.
Obgleich Polen durch Kunst und Natur so sehrbefestigt ist, daß die vorigen Könige oder Kaiser kauinbis an die Oder Vordringen konnten, so gelang es dochFriedrich mit Hülfe der Vorsehung, die ihn augenschein-lich beschirmte, durch die Verhacke, welche er in denengen Wegen gemacht fand, nicht allein bis an dirOder zu kommen, die gleichsam Polens Vormauer ist,und in ihrem tiefen Bette keine Furth bildet, sondernauch mit seinem zahlreichen Heere sie zu paffiren, undriefer ins Herz des Landes zu dringen. Seine Solda-ten brannten vor Begierde über den Fluß zu setzen: ei-nige schwammen, andre ergriffet! das erste Beste was
nur