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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
257
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drich. Beyde Theile kamen im Monat Julius nachNürnberg, um ihre Sache dem Kaiser vorzutragen,bey dem sich auch die griechischen Gesandten einsanden.

Der griechische Kaiser hatte vor kurzem in Ver-bindung mit dem Boritius den Ungarn ein Treffen ge-liefert, welches zu seinem großen Nachtheil ausfiel, in-dem der letztere von einem Kumaner oder Scythen, dermit ihm ausgezvgen, durch einen Pfeilschuß erlegt ward.Dieß war eine von den Ursachen, weßwegen er Gesandtenach Deutschland schickte, die den Römischen Kaiserbewegen sollten, den folgenden September einen Ein-fall in Ungarn zu thun. Ausserdem sollten sie noch ei-ne Eheverbindung zwischen Friedrich und einer griechi-schen Prinzessin zu Stande bringen. Beyde Absichtenaber wurden dießmahl verfehlt. Friedrich hatte schoneine Gemahlin, und um einen Feldzug nach Uugarnzu unternehmen, war die vorgeschriebene Zeit viel zukurz. Jedoch erhielten die Gesandten Audienz, ihreBriefe wurden angenommen, und Friedrichs Capellanmit ihnen nach Constantinopel geschickt, um dort desKaisers Gesinnungen näher zu erfahren.

Was die cöllnische Bischofföwahl anbetrifft, sobeschied Friedrich auf den Rath der Bischöffe und Für-sten, welche bey ihm waren, die Parteyen, nachdemsie drey Tage lang gegen einander gestritten hatten, aufden Reichstag nach Regensburg, wo auch der Vergleich,welchen beyde Herzoge zur Beendigung ihres Zwistesgeschlossen, öffentlich bekannt gemacht werden sollte.

In der Mitte des Septembers waren schon alleFürsten in Regenöburg versammelt, und warteten eini-ge Tage auf die Ankunft des Kaisers. Endlich er-schien er, gieng seinem Oheim, der in einer Entfer-nung von zwey deutschen Meilen unter Zelten campir-Lenkwürdigk. II. B. R te,