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Erste Abtheilung, Zweyter Band (1790)
Entstehung
Seite
230
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Der Pabst legte ihm, um der Ausbreitung sei«ner verderblichen Lehren Einhalt zu thun, ein Schwei-gen auf. Nun aber floh er aus Brescia nach Aürchin Schwaben, und fieng da sein voriges Lebe» wiederan. Nach Innocenz Tode, zu Anfänge der Regie-rung Eugens, kam er nach Rom, das er im Auf-ruhr gegen den Pabst begriffen fand, und bemüh-te sich das Feuer der Empörung nur noch mehr an-zufachen, indem er das Beyspiel der alten Römerhervorsuchte und zeigte, durch welche Mittel sie dasgeworden, was sie waren. Daher gab er den Rathman solle das Capitol wieder aufbauen, und die Se-atorwürdr nebst den Nitterstand wieder cinführen.Den Pabst, sagte er, geht die politische Einrichtungder Stadt nichts an, der mag sich mit der geistlichenGerichtsbarkeit begnügen. Das Gift seiner Grund-sätze verbreitete sich bald weiter, und äufferte eine sofürchterliche Wirkung, daß nicht allein die Hauservieler Großen und Cardinäle niedergeriffen, sondern dieletzten selbst von dem wüchendcn-el verwundet,und aufs äufferste gemißhandelt wurden.

Das Uebel dauerte lange ununterbrochen fort,von Celestins Tode an bis auf diese Zeit. Alle Aus-sprüche der Kirche verlohren an ihm ihre Kraft, bisendlich jener Friedenstöhrer auf der Grenze von Tuseienaufgefangen, dem Gerichte des Monarchen Vorbehal-ten , und endlich vom Prüftet der Stadt zum Schei-terhaufen verdammt ward. Seine Asche warf manin die Tyber, um sie der Verehrung des thörigtenPöbels zu entziehen.

Wir verließen oben Friedrich und den Pabstauf dem Wege nach Rom, den sie beyde, der geist-liche Vater und sein Sohn, unter den vertraulichstenGesprächen fortfttzten. Die beyden vornehmsten«

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