ne Zeitalter wieder, wo der Landmann, Pflug undSchaufel in der Hand, den Schovfi der alles ernäh-renden Erde , nicht aber die E »geweide seines Neben-menschen durchwühlt: dann würde die Gott geweihteSchaar im Wachen und Beten ungestört bleiben. We- "Hedem, der das Mordgewehr zum Verderben desmenschlichen Geschlechtes zuckte, der seine Natur ver-leugnend gleich einem reissenden Thiere das erste Men-schenblut vergoß. Wir haben nichts gethan, wir bü-ßen anderer Verbrechen. Uns also möge deine fürst-liche Huld verschonen, und wenn die unglückliche Stadtkeine Gnade hoffen darf, uns wehrlose wenigstens,die von pestartigen Ausdünstungen angesteckt, und demTode nahe sind, die Freyheit gestatten, einen so be-drängten Ort zu verlassen."
So sprachen sie, streckten die Hände gen Him-mel, und warfen sich mit einem großen Geheule,und unter Vergießung vieler Thranen denen zu Fü-ßen, die an sie abgeschickt waren.
Friedrichs Seele ward zwar durch diesen Auftritt tiefim innersten bewegt, aber doch durfte er, um nicht denVerdacht einer tadelhaften Schwäche zu erwecken, denBitten kein Gehör geben. Die Geistlichen mußten alsowieder in die Vestung zurückgehen. So sehr ihn dasSchicksal dieser armen Leute auch schmerzte, so sehr freuteihn der Gedanke, daß diese stolzen Bürger jeht bis zurMuthlosigkeit herabsmkcn würden. Allein das man-mchsaltige Unglück hatte die Belagerten noch nicht klein-müthig gemacht. Die vier Tage, welche ihnen zumWaffenstillstand bewilligt waren, nahmen sie an, umsich insgeheim eine Schleudermaschine zu verfertigen,mit der sie nachher vielen Schaden thaten, biß sie end-lich, vorzüglich aus Mangel an trinkbarem Wasser,sich auf Bedingungen ergaben.
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