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Schlafgemach, noch im Oratorio sind wir sicher, undkönnen Gott nicht das Opfer des Friedens in Friedenbringen. Was haben wir gethan? was haben wirverjchuldet? sind wir mit Mayland gegen Pavia zumStreit verbunden? darf uns als Bundesgenossen eineraufrührerischen Stadt des Fürsten Zorn treffen? Wirhaben bisher wehrlos, ohne mit einem Menschen,geschweige denn mit Rebellen verbunden zu seyn, alleinim Dienste Gottes mit geistlichen, nicht aber mit welt-lichen , Waffen gestritten. Ohne unfern Rarh rüstetsich der Krieger. Wir wissen es selbst nicht, wenn orin den Streit auszieht. Das alles geschieht auf An-stiften der Consuln und Großen der Stadt: sie sind es,die an dem Kriege Schuld haben. Unsere Geschafftesind bloß auf kirchliche Verrichtungen eingeschränkt/wir dürfen nur für der Könige und<andrer hoher Skan-desperfonen ungestörte Ruhe, zu Gott, dem Königeder Könige, unsre tägliche Bitte hinaufschicken. —Aber, wird jemand einwenden, mitgefangen, mikge-hangen. Theile mit dem die Strafe, dessen Genossein Frevelthaten du gewesen bist. Wer Pech angreift,besudelt die Finger. Böse Gewohnheiten verderbengute Sitten. Der Psalmist sagt: Bey dem Heiligenwirst du heilig seyn, und bey dem Bösen wirst du bösewerden.
War es denn unser Wille oder göttliches Verhäng-niß, war es Beytritt zu den Frevlern, oder Noch, dieuns zwang, an dem Ort zu bleiben? Ist es alsdennunmöglich in den Ringmauern Babylons, unter Men-schen, denen man mit Abscheu begegnen, aber nichtentfliehen kann, kein Babylonier zu seyn? Ich kannja bey einem Uebelthäter mich befinden, ohne sein Ge-nosse oder Freund zu seyn. Umstände können michmit einer Person in nahe Verbindung setzen, ohne mich