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sen hatte Friedrich sein Augenmerk gerichtet. Nunwurden in seinem Lager Leitern und andere zum Sturm,laufen erforderlichen Werkzeuge, vor den Augen derTortoneser, verfertigt, die nicht anders glaubten, alsdaß diese Zurüstungen zu ihrem Verderben gemachtwürden. Um Mitternacht begeben sich einige tapfereauserlesene Ritter unter Anführung des Herzog Bertoldsund des Pfalzgrafen Otto auf den Weg nach jenem Ort,legen Leitern an, ersteigen schon die Mauern, und wür-den, da alles in tiefem Schlaf begraben lag, ihrenZweck erreicht haben, wenn nicht ihr zu voreiliges Ge-schrey die Einwohner aufgeweckt hätte.
Hier muß ich noch einer ausserordentlichen Kühn-heit oder Verwegenheit eines gemeinen Soldaten ge-denken, der dieser langen Belagerung überdrüssig,den übrigen ein Beyspiel geben wollte, wie sie beherztden Sturm wagen sollten. Er nahm nichts, als seinSchwert, Schild, und kleines Beil, (wie es diese ArtMenschen zu kragen pflegt) kletterte gegen den Rubea-khurm an, und bahnte sich mit dem Beile den Weg.Weder die häufigen Steine, weiche von den Wurf-maschinen der Belagerten gegen den Thurm, noch disPfeile und Steine, die aus der Vesiung selbst geschleu-dert wurden, konnten ihn zurückschrecken; er gelangtean den schon halb zerstörten Thurm, kämpfte hier mu-thig, streckte einen Feind zu Boden, und kehrte ausso unzähligen Gefahren unbeschädigt ins Lager zurück.Friedrich wollte ihn zur Belohnung seiner Tapferkeitzum Ritter machen, da.'er aber bekannte, daß ecnur ein Gemeiner sey, und bleiben wolle, so wurde ermit ehrenvollen Geschenken begabt. .
Das bittre ungenießbare Wasser erregte in derVestung sehr große Noch. Aus andächtigen Absichten
be.