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versah, floß gerade in der Gegend des Lagers, und gabzu fast ununterbrochnen Gefechten Anlaß, weil manihnen den Gebrauch desselben verwehren wollte. Derandere Bach hingegen, der mitten durch die Vor-stadt sich ergoß, war von dem Schutt der Mauernund Thürme verstopft, und aus seinem Bette getreten;zugleich wurde er von dem Herzog zu Sachsen so genaubewacht, daß der Feind auch keinen Tropfen trübenWassers von daher erhalten konnte.
^' Bey dem allen verzögerte sich die Belagerungzum größten Unwillen Friedrichs, der sehnlich wünsch-te, sich bald im Besitz der Kayserkrone zu sehen. Umnun recht bald zu seinem Zweck zu gelangen, ließ ernicht allein die Werke mit Mauerbrechern erschüttern,sondern bediente sich auch eines sehr ungewöhnlichenMittels, indem er unter dem sogenannten Rubea! Thurm Minen anlegte, welche den Einsturz desselbenbefördern mußten. Dieser Thurm steht an der Stel-le, wo Mangel der natürlichen Befestigung die künst-liche nöthig machte. Denn sonst ist die Stadt ohneWall und Graben, blos durch ihre Lage innerhalb jäherFelsen, genug befestigt.
Aber auch dieß Mittel wurde durch Gegenminen,welche die Belagerten gruben, vereitelt, und es istwahrscheinlich, daß es ihnen einige der Unsrigen verra-then haben. Hierauf versuchte Friedrich ein anderes.Er ließ nemlich todte Körper von Menschen und Viehin den vorbemeldten Brunnen werfen, und als auchdieses nichts fruchten wollte, brennende Fackeln vonPech und Schwefel hineinlegen, durch die das Wasserganz ungenießbar wird.
In der Nahe lag ein Maylandischer Ort, derdurch Natur und Kunst wohl befestigt ist. Auf die-sen